Krieg im Osten- Präventiv- oder Angriffkrieg

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Gneisenau
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Krieg im Osten- Präventiv- oder Angriffkrieg

Beitrag von Gneisenau » Mo 8. Mai 2006, 20:03

Würde hier gerne mal ein Diskussion über den Ostfeldzug ins rollen bringen :)

In den Geschichtsbüchern wird ja das Unternehmen Barbarossa immer als Angriffskrieg deklariert.Mal davon abgesehen, dass der Krieg im Osten sehr brutal war, würde ich gerne mal über die Theorie des Präventivkrieges diskutieren.

Fakt ist.In der Landzunge bei Brest, die weit in dt. Reich reinragte waren sehr starke Verbände postiert, obwohl dieses Gebiet sehr schlecht zu verteidigen war.

Wieso hatten die Russen keine Verteidigunsstellungen?Obwohl das Dt. Reich der ideologische Feind war?Viele Fragen.Ich finde auch, dass der Unterricht nur darauf hinaus läuft dies Variante festzunageln.Keine Zweifel an dieser Theorie?

Warte auf eure Meinungen :)
Es genügt nicht unfähig zu sein, man muß auch in die Politik gehen :)

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Sombra
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Beitrag von Sombra » Di 9. Mai 2006, 13:21

:) Über die langfrisitgen Pläne von Stalin kann man aus meiner Sicht lange spekulieren.
Der Russlandfeldzug 1941–1945 (Deckname Unternehmen Barbarossa) bezeichnet den Angriff der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 auf die Sowjetunion als Beginn des Russlandfeldzuges während des Zweiten Weltkrieges. Die ursprüngliche Bezeichnung des Wehrmachtführungsstabes, welche Hitler persönlich änderte, war Fall Fritz.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Vorgeschichte
2 Hitlers „Weisung Nr. 21 Fall Barbarossa“
3 Planung des Vernichtungskrieges
4 Alternativplan
5 Großer Vaterländischer Krieg
6 1941
6.1 Finnland
6.2 Wirtschaftliche Faktoren
6.3 Der Partisanenkrieg
6.4 Die 'Einsatzkommandos'
7 1942
8 Stalingrad
9 1943
10 1944
11 1945
12 Siehe auch
13 Literatur
14 Weblinks



[Bearbeiten]
Vorgeschichte
Die Eroberung der Sowjetunion war seit dem Beginn seiner politischen Laufbahn das erklärte Ziel Hitlers. Dies hatte er bereits in seinem Buch Mein Kampf propagiert. Da er das erstrebte Bündnis mit Großbritannien, das Deutschland freie Hand im Osten geben sollte, nicht erreichen konnte, riskierte er den Krieg mit den Westmächten, um Rückenfreiheit für seinen Krieg gegen die Sowjetunion zu erhalten. Den Hitler-Stalin-Pakt vom August 1939 sah er dabei nur als vorübergehende Episode. Nach dem überraschenden Sieg gegen Frankreich im Frühsommer 1940 erwog Hitler einen sofortigen Angriff gegen die Sowjetunion, musste sich aber von seinen Generälen überzeugen lassen, dass ein solcher ohne gründliche Vorbereitung nicht möglich sei.

Da er über keine Machtmittel verfügte, Großbritannien zum Frieden zu zwingen – die Luftschlacht im Herbst 1940 ging verloren und an eine Invasion war in der Folge nicht mehr zu denken – beschloss er trotz des fortdauernden Kriegs im Westen, die Sowjetunion anzugreifen. Ein Blitzsieg im Osten würde Deutschland auf dem Kontinent unangreifbar machen; ein Gedanke analog zur Motivation Napoleons für dessen Russlandfeldzugs. An der Möglichkeit eines Blitzsieges zweifelten weder die politische Führung noch die Wehrmacht; viele westliche Experten sahen dies ebenfalls so. Auch Stalin fürchtete einen deutschen Angriff.

Im November 1940 kam der sowjetsche Außenminister Molotow nach Berlin, um über die zukünftigen Beziehungen zu verhandeln und unterbreitete in diesem Zusammenhang eine Reihe von Forderungen und Vorschlägen. Wäre Hitler auf diese Forderungen eingegangen, hätte sich Deutschland in eine mittelfristig unhaltbare Lage begeben. Daher wich Hitler konkreten Antworten aus und versuchte stattdessen, die Sowjetunion im Süden gegen die britischen Besitzungen zu mobilisieren (Südmotiv). Innerlich war er wohl schon zum Krieg entschlossen.

[Bearbeiten]
Hitlers „Weisung Nr. 21 Fall Barbarossa“
Am 18. Dezember 1940 erteilte Adolf Hitler als Führer und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht durch den Wehrmachtführungsstab im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) den Oberkommandos der drei Wehrmachtteile in der „Weisung Nr. 21“ den Auftrag, einen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion vorzubereiten: Es seien Vorbereitungen schon jetzt in Angriff zu nehmen, um auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrussland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen (Unternehmen Barbarossa). Es gelte, die im westlichen Russland stehende Masse des russischen Heeres zu vernichten und eine Linie zu erreichen, von der aus die sowjetische Luftwaffe deutsches Gebiet nicht mehr angreifen könne. Endziel der Operation sei die Abschirmung gegen das asiatische Russland auf der allgemeinen Linie Wolga–Archangelsk, das heißt, die Besetzung der gesamten europäischen Sowjetunion. Der Plan sah eine Kette von Umfassungsbewegungen und Kesselschlachten vor, als deren Ergebnis die Rote Armee vernichtet sein sollte.

Trotz der bereits angelaufenen Vorbereitungen wurde am 10. Januar 1941 noch ein Wirtschaftsabkommen mit der Sowjetunion unterzeichnet.

Im Frühjahr 1941 begann der Aufmarsch mehrerer deutscher Heeresgruppen im Generalgouvernement Polen und in Ostpreußen.

Der Angriffstermin wurde wegen des Balkanfeldzuges mehrmals verschoben. Stalin wurde über den genauen Starttermin von seinem Spion Richard Sorge aus Tokio und von den Engländern informiert, misstraute aber den Nachrichten. Aufgrund des kompromittierten Nachrichtenverkehrs über den Geheimfernschreiber T52 kannten auch die schwedischen Behörden den Angriffstermin vorab.

Nur wenig Rückhalt in den Tatsachen findet die ursprünglich von Ideologen des 3. Reichs ausgestreute Präventivschlagthese, wonach die Rote Armee kurz von einem Überfall auf Deutschland stand. Die Lagebeurteilungen der Generalstabsabteilung „Fremde Heere Ost“ hatte noch am 13. Juni keine Hinweise für sowjetische Offensivpläne feststellen können. Zudem waren Hitlers Kriegspläne bereits in den 20er Jahren in „Mein Kampf“ und seinen Reden angekündigt worden. Auch wenn die Sowjetunion tatsächlich einen Angriff geplant haben sollte, so lässt sich daher dennoch zweifelsfrei feststellen, dass der deutsche Angriff im Kern ein Angriffskrieg und die Vereitelung eines sowjetischen Angriffs bestenfalls einen willkommenen Kriegsanlass darstellte.
Rettet eure Frauen und Schafe der Nordmann kommt.

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Blücher
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Beitrag von Blücher » Di 9. Mai 2006, 13:46

Verfasst am: 10.05.2004 - 18:49 Titel:

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Folgende Seiten sollten man sich durchlesen:
http://www.swg-hamburg.de/Armee_im_Kreu ... feldz.html
Gute Zusammenfassungen,vor geht der Autor auf die militärischen Tatsachen ein.

http://www.staatsbriefe.de/1994/1995/praevkrieg.htm


http://www.deutsche-zeitung.com/Vorhof/ ... splan.html

http://www.stefanscheil.gmxhome.de/prae ... sthese.htm

Háb ich mal gefunden muss man sich mal durchlesen
Wer nicht als erster Niederstreckt,wird der erste Niedergestreckte sein

Cobra

Beitrag von Cobra » Di 9. Mai 2006, 14:23

Also, in Anbetracht der Tatsache, dass Hitler schon in den zwanziger Jahren seine Idee vom Lebensraum im Osten entwickelte, und vor dem Hintergrund, dass all sein Streben laut eigener Aussage stets nur Russland im Blick hatte, denke ich erübrigt sich die Frage eines Präventivkrieges von selbst.
Im übrigen, wenn Stalin hätte Krieg gegen Hitler führen wollen, so hätte er sicher zum Zeitpunkt der Kämpfe in Frankreich angegriffen, wo das gesamte deutsche Heer im Westen war.
Nein, ich glaube, wer hier von Präventivkrieg spricht, der will aus einem unprovoziertem Angriff auf einen formal "Verbündeten", einen Verteidigungskrieg machen. Und man muss da sehr aufpassen, weil genau das ja auch der Aussage der Nazis entsprach, die sich gerne in der Beschützerrolle des "arischen" Abendlandes sahen.

Und hier noch etwas zu den von Blücher angeführten Links:

Wikipedia über die SWG:
Kritiker sehen bei dem sich selbst als konservativ verstehenen Verein Überschneidungen zur rechtsextremen Szene. Der Rechtsextremismus-Experten Prof. Wolfgang Gessenharter bezeichnete die SWG als ein wichtiges Scharnier zwischen Konservativen und Rechtsextremisten. Auch Hamburgs Vize-Verfassungsschutz-Chef Manfred Muck hatte 2001 "personelle Überschneidungen" der SWG "mit rechtsextremen Organisationen" bestätigt.

1999 kam es zu einem Skandal, als SWG-Regionalleiter Oberst a.D. Manfred Backerraden, ehemals Dozent für militärisches Nachrichtenwesen an der Führungsakademie der Bundeswehr, den Rechtspopulisten Ronald Schill neben einer ganzen Reihe Prominenter für eine Veranstaltung gewinnen wollte. Schill musste den Vortrag aufgrund der öffentlichen Proteste absagen. Eingeladen wurde an seiner Stelle der Brigadegeneral und frühere Befehlshaber der deutschen KFOR-Einheiten im Kosovo Helmut Harff.

Reinhard Uhle-Wettler baute in jüngster Zeit Kontakte zu der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik auf, veröffentliche in der vom Verfassungsschutz beobachteten rechtsextremen Publikation Nation und Europa und bemühte sich um Unterstützung am rechten Rand der CDU/CSU und bei den Vertriebenenverbänden. Mehrfach wandte er sich gegen "US-Umerziehung der besiegten Deutschen".

Einige Aussagen lassen sich ohne Zweifel in den Zusammenhang mit der Holocaustleugnung stellen. So meinte der derzeitige Vorsitzende unter anderem: "Wir haben zwar bis heute - anders als für die Vertreibung und die Kriegsgefangenen - noch keine amtlichen Dokumente über den Massenmord an den Juden." 1999 veröffentlichte Uhle-Wettler eine Festschrift für den englischen Auschwitz-Leugner David Irving. In einer Ausgabe der SWG-Schrift Deutschland-Journal klagt er im Jahr 2004: "Der vom Bundeskanzler ausgerufene ,Aufstand der Anständigen' mit der Ermunterung des Denunziantentums sind ein weiteres Beispiel ,untertänigen' Verhaltens, in diesem Falle gegenüber den Juden in Deutschland und möglicherweise auch der Sozialistischen Internationale, welche die einmal errungene Macht mit allen Mitteln zu festigen sucht.".

Wikepedia zu: Staatsbriefe - Für Selsbtbestimmung aus Deutschem Geist
"Die Nationalen" gliederten sich in Landes- und Kreisverbände. Zwar war laut Parteisatzung die Mitgliedschaft in der Partei "Die Nationalen" (Nationale) nicht identisch mit der Mitgliedschaft in dem im August 1992 gegründeten Verein "Die Nationalen e.V.", doch war der Personenkreis weitgehend identisch. Die Mitgliederzahl betrug etwa 150 Personen. Unter den Funktionären und Mitgliedern waren zahlreiche weitere bekannte Funktionäre des rechtsextremen Spektrums wie Peter Boche (ehemaliger Funktionär der REPublikaner), Thilo Kabus (zu dem Zeitpunkt führender Funktionär der Berliner NPD), Andreas Storr (Mitglied der NPD), Richard Miosga (REP und "Deutsches Rechtsbüro"), Christian Wendt, Peter Gilian und Rudolf Kendzia sowie Mitglieder weiterer rechtsextremer Organisationen wie "Deutsche Liga für Volk und Heimat" und "Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front" und verbotener Parteien wie "Nationale Offensive".

Ab 1993 hatte Frank Schwerdt den Vorsitz inne inne, stellvertretender Vorsitzender war Hans Bahlke. Mit Schwerdt änderten sich wesentlich die Zusammensetzung, Struktur und Ziele des Vereins. Während die gemäßigten Rechten, beispielsweise die meisten NPD-Mitglieder, den Verein verließen, vollzog dieser unter Anleitung des neuen Vorsitzenden eine starke Annäherung an das neonazistische Spektrum und wurde zu einer nationalsozialistisch ausgerichteten, länderübergreifenden, insbesondere aber in Berlin und Brandenburg aktiven Sammlungsbewegung. Nach dem Verbot der "FAP" 1995 wurde sie ein Auffangbecken für Mitglieder aus dem Berlin-Brandenburger Raum. Im Rahmen von Schulungsarbeit bestand eine enge Zusammenarbeit mit dem Hoffmann von Fallersleben Bildungswerk sowie dem Staatsbriefe-Leserkreis Berlin. Die Sektion Brandenburg der Hammerskins Deutschland war über die Adresse der Nationalen erreichbar.

Dem Verein angegliedert war die Jugendorganisation "Junges Nationales Spektrum (JNS) – Jugendverband der Nationalen e.V." in Guben, Weißwasser, Fürstenwalde/Spree, Berlin, Spremberg, Niesky, Zittau und diversen anderen Städten unter ihrem Vorsitzenden Udo Hempel. Ende 1995 gaben Die Nationalen die Bildung von Hochschulgruppen an den Universitäten Potsdam und Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität Berlin bekannt. Anfang 1996 tratt die Gefangenenhilfe der Nationalen e.V. erstmals in Erscheinung.

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Das sind allesamt rechtsnationale bis Rechtsradikale Quellen. Das die den Russlandfeldzug als Präventivkrieg bezeichnen kann nicht wirklich verwundern...

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Beitrag von Blücher » Di 9. Mai 2006, 14:59

Bei den Quellen hab ich nach keinen Hintergrund wie du jetzt gesucht...hab das nur mal so bei goggle gefunden muss ich dazu sagen.Wollte also kein Propaganda material reinwerfen.

Aber zu "Im übrigen, wenn Stalin hätte Krieg gegen Hitler führen wollen, so hätte er sicher zum Zeitpunkt der Kämpfe in Frankreich angegriffen, wo das gesamte deutsche Heer im Westen war." Kann ich mit eigenem Wissen beantworten: Stalin Taktik war darauf ausgelegt erstmal abzuwarten damit sich Deutschland/England/Frankreich ersteinmal aufreiben damit Rußland alles einkassieren kann, das ist allg. Bewiesen.
Ein Krieg zwischen Deutschland und Rußland war über kurz oder lang auch klar sowohl Deutschland als auch Rußland wollten den Krieg. Nur der Zeitpunkt war unklar bei beiden.

Wenn man nach Präventivkrieg sucht ist es immer schwer sachliche quellen zu finden daher ,wenn es alles rechtsextreme quellen oben waren, entschudlige ich mich natürlich :anbet: . Also nichts für ungut :D
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Beitrag von Sunzi » Di 9. Mai 2006, 20:43

Hallo ,

Das die Generäle der USSR einen Präventivschlag gegen das Deutsche Reich im Sinn hatten , kann man im Buch des ,,Großen Vaterländischen Krieg ,, nachlesen . Man muß aber dazu sagen , das dieses erst in Auge gefaßt wurde als die Führung -das Oberkomando der USSR erfahren hat das das Reich seine Truppen an der Grenze zu Russland aufbaut und einen Krieg vorbereitet .
Warum sie dann so kalt erwischt wurden , oder ob es strategie war ? wenn man überlegt wie viele Rüstungsfirmen abgebaut und hinter dem Ural wieder aufgebaut wurden , und das in einer geschwindigkeit - ein Plan ? von anfangan geplant ? Ich denke man kommt wieder zu was wäre wenn und hätte nicht ..........ich glaube das die beiden größten Geiteskranken Diktatoren die wahrheit mit ins Grab genommen haben ................
Besser , für etwas zu Kämpfen , als für nichts zu leben - General George S. Patton

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Beitrag von Sunzi » Di 9. Mai 2006, 21:29

Hallo ,

;; http://www.nationalsozialismus.de;; auf dieser seite kann man auch einiges über den Feldzug in Russland hören , und wie krank einiges zu dieser zeit war ...... Mfg :bier:
Besser , für etwas zu Kämpfen , als für nichts zu leben - General George S. Patton

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